Monatsrückblick Mai 2026

31. Mai 2026

Dieser Mai hatte es mit Neuerungen in sich! Er hat tatsächlich einiges neu gemacht, wenn man sich das deutsche Sprichwort, „alles neu macht der Mai“, zu Herzen nimmt.

Oh My Mai! Monatsrückblick

Gleich zu Monatsbeginn durfte ich eine Privatreise begleiten und dabei mein neues Konzept der virtuellen Reisebegleitung weiterentwickeln.

Digitales Reisekonzept wurde geboren

Bereits bei einer Motorradreise im März und April zeigte sich, wie gut dieses Konzept funktioniert. Durch mein über viele Jahre aufgebautes Netzwerk erhalten Reisende Zugang zu authentischen Begegnungen, erfahrenen lokalen Guides und wertvollen Insider-Tipps. Obwohl die beiden Reisenden Marokko bereits gut kannten, war Tunesien für sie eine neue Erfahrung. Umso mehr schätzten sie es, jederzeit auf meine Empfehlungen, Ortskenntnisse und Kontakte zurückgreifen zu können.

Auch bei meiner aktuellen Reiseteilnehmerin entwickelte sich während unserer gemeinsamen Zeit in Tunis der Wunsch, noch tiefer in das Land einzutauchen, weitere Regionen zu entdecken und unabhängiger zu reisen – ohne dabei auf die Sicherheit und den Komfort einer persönlichen Begleitung verzichten zu müssen. Daraus entstand die Idee, meine Reisebegleitung künftig auch in digitaler Form anzubieten. Für Reisende bedeutet das mehr Flexibilität und gleichzeitig geringere Kosten, da keine durchgehende persönliche Begleitung vor Ort erforderlich ist. Dennoch bin ich jederzeit erreichbar, wenn Kontakte, Empfehlungen, praktische Unterstützung oder Hilfe bei unerwarteten Situationen benötigt werden.

Kick-off Reise im Mai – Hauptstadt am Meer

Der Mai startete mit einer Reise in die tunesische Metropole. Mit Kerstin, meiner Teilnehmerin hatte ich vorab emails ausgetauscht und in einem Telefonat den Reiseablauf besprochen, herausgefunden was ihre Wünsche waren, was sie sehen und vor allem das wie sie die Stadt entdecken wollte. Mit Einheimischen auf Augenhöhe. Bardomuseum und Karthago wollte sie alleine besuchen, wenn noch Zeit ist. Sie wollte mit ihrem Fotoapparat unterwegs sein und das das authentische Tunesien einfangen. Orte finden die googlemaps nicht zeigt, gelistet hat. Da bin ich doch Element! Und fühlte mich auch gefordert. Es hat uns beiden Riesenspaß gemacht und wir sind jeden Abend selig in unsere Betten gefallen. Ich bin gespannt auf die Bilder in ihrem Blog! und werde ihn beizeiten hier teilen.

Festival of Lights in der Metopole

Zum Zeitpunkt der Reise befanden wir uns im Monat des andalusischen Kulturerbes. Lichtinstallationen, Konzerte und Bühnenprogramm erwartete uns an einem Samstagabend – der bis spät in die Nacht ging.

Reise in einer Reise führt zu neuer Städtereise

Jetzt ist es spruchreif: Schon lange liebäugle ich mit einer weiteren Städtereise in Tunesien: Genau, in die kleine Schwester der Hauptstadt, nach Sousse. Die drittgrößte Stadt in Tunesien mit einer lebendigen Kulturszene, Kasbah – Festung und einem großartigen Museum. Meine Reiseteilnehmerin hat sich den Besuch von Sousse als Tagesausflug gewünscht. Authentisch. Somit sind wir mit den Zug, erster Klasse, angereist und mit der Louage, dem Sammeltaxi zurückgefahren.

Neues Produkt: virtuelle Reisebegleitung

Jeder Reisende hat individuelle Wünsche, bevorzugte Reisetermine sowie bestimmte Regionen und Orte, die er besuchen möchte. Im April habe ich erstmals ein Paar auf einer Motorradreise online begleitet.

Unsere Reisebegleitung lief über WhatsApp: Dort stand ich während der gesamten Reise mit den beiden in Kontakt und konnte sie bei Bedarf unterstützen. Über denselben Kanal habe ich auch den Kontakt zu lokalen Guides hergestellt. Darüber hinaus erhielten sie meine persönlich zusammengestellten Reiseunterlagen mit vielen wertvollen Informationen und Tipps für unterwegs.

Das Konzept hat hervorragend funktioniert. Die beiden waren sehr erfahrene Reisende und bereits einmal in Marokko unterwegs gewesen. Tunesien kannten sie jedoch noch nicht und haben sich gerne auf meine virtuelle „Reisebegleitung“ verlassen – auch wenn diese nicht live vor Ort stattfand.

Einige ihrer Fotos habe ich bereits in meinem April-Newsletter verwendet. Sie waren mitten im Vorfrühling unterwegs und mussten teilweise recht wechselhaftes Wetter in Kauf nehmen. Dank der individuellen Reisegestaltung konnten sie ihre Zeit jedoch flexibel einteilen und das Programm spontan an die Wetterbedingungen anpassen. An Tagen mit schlechterem Wetter entschieden sie sich beispielsweise für längere Aufenthalte in ausgewählten Hotels und genossen die entspannte Atmosphäre. Gerade diese Freiheit machte die Reise besonders angenehm und trug dazu bei, dass sie insgesamt zu einem gelungenen Erlebnis wurde.

Tunisreise mit neuem Konezpt

Ich freue mich! ENDLICH habe ich die Unterkunft, die ich mir für diese Reise schon lange gewünscht habe: Eine Traumwohnung mit 4 Zimmern für eine kleine Gruppe in einem Haus im Kolonialstil. Diese geräumige und vollausgestattete Luxuswohung ist jetzt für die Herbstreise, „Tunis mit meinen Augen – durch die Linse eines Einheimischen“ geblockt. D. h. wir können zusammen wohnen mit ausreichend Privatsphäre und geräumigen Zimmern für Co-Living und Mahlzeiten.

Die Wohnung befindet sich in ganz Nähe, 2 Minuten zur Stadtmauer der UNESO-Medina, der Altstadt, und dem Tor zum Meer, Bab Har (Foto Lichtinstallation oben). Zum Theater und zu weiteren interessanten Orten im Centre Ville, wie Museen, das Institut Francais, schöne Restaurants und Dachterrassen.

Eine Einladung wurde endlich realisiert!

Seit 2017 stehe ich mit einer Deutschen in Kontakt, die in Raf Raf lebt, einem kleinen Ort etwa 70 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tunis. Zu einem persönlichen Treffen oder Besuch war es bislang jedoch nie gekommen.

Bei meiner Ankunft wusste ich eigentlich nur, dass Raf Raf ein ruhiger Ort ohne große Hotelanlagen ist. Nach zehn Tagen in der Metropole Tunis und einer intensiven 1:1-Betreuung dachte ich mir: Perfekt, genau das brauche ich jetzt!

Meine Gastgeberin war zum Zeitpunkt meiner Ankunft noch nicht vor Ort. Dank ihrer genauen Anweisungen und der Unterstützung einer Nachbarin, die mir den Schlüssel übergab, verlief aber alles reibungslos.

Die Unterkunft und der Ort selbst übertrafen sogar die begeisterten Beschreibungen, die ich im Vorfeld von Edeltraut erhalten hatte. Raf Raf erwies sich als echtes Juwel. Während meines Aufenthalts hatte ich zudem den Eindruck, die einzige europäische Touristin im Ort zu sein – falls sich überhaupt noch andere ausländische Reisende dorthin verirrt hatten.

4 Tage Auszeit in Raf Raf

Dieser Aufenthalt war für mich 4 Tage Durchatmen zwischendrin. Ich hatte etwas Angst bei meiner Anreise, ich wusste nicht wirklich viel über den Ort, wie, wo ich wohnen würde – und dann die Überraschung: Ich habe mich wie im Paradies gefühlt. Aufwachen jeden Morgen mit Weitblick über eine Bucht und auf eine kleine Felseninsel.

Das hat sich angefühlt wie eine Belohnung auf das Einlassen auf etwas Unbekanntes.

Persönlicher Famtrip durch Nordtunesien mit Agenturpartner

Vorweg: Nein, ein Famtrip ist kein Familienausflug. Der Begriff leitet sich vom englischen Wort „familiarize“ ab und bedeutet, sich mit einer Region, einem Angebot oder einem Reiseziel vertraut zu machen.

In meinem Fall war es eine kleine Reise innerhalb der Reise. Gemeinsam mit meiner Agentur habe ich den Norden des Landes erkundet. Wir waren sowohl auf den bekannten touristischen Routen als auch abseits der üblichen Wege unterwegs, haben neue Orte entdeckt – und uns dabei noch besser kennengelernt.

Für mich war es ein weiterer Deep Dive in eine bislang unbekannte Region, der Norden – und gleichzeitig ein echter dreitägiger Roadtrip. Ursprünglich wollten wir sogar noch einen weiteren Ort besuchen, doch Tunesien ist größer, als viele vermuten. Und eines haben wir auf dieser Reise einstimmig festgestellt: Der Norden des Landes ist schlicht atemberaubend schön.

Der nördlichste Punkt Afrikas

Unsere Route führte uns von Raf Raf über Bizerte, die Nordküste entlang bis nach Tabarka, rund 60 Kilometer von der algerischen Grenze entfernt. Entlang der Küste lag der nördlichste Punkt des afrikanischen Kontinents: Cap Angela. In Tunesien schreibt man auch Cap Engela. Der Name geht vermutlich auf die lange Seefahrergeschichte der Region zurück, die genaue Herkunft ist jedoch nicht eindeutig geklärt. Das Blau des Meeres hat uns stark angezogen – und dann ist man einfach da. Und wird sich bewusst: Afrika beginnt hier.

Doch diese Reise diente nicht nur dem Entdecken. Unser Ziel war es, ein neues Tourkonzept für den Nordwesten Tunesiens zu entwickeln. Dafür reicht weder ein Blick auf Google Maps noch die beste KI der Welt. Manche Orte, Begegnungen und Geschichten erschließen sich erst, wenn man selbst vor Ort ist, die Straßen fährt und mit den Menschen ins Gespräch kommt.

Genau diese besonderen Entdeckungen möchten wir künftig mit unseren Gästen teilen. Einen ersten Eindruck davon hat unser Foto- und Videograf bereits auf Instagram festgehalten.

Tabarka & Jazz

Die Gitarre gibt bereits einen kleinen Hinweis: Tunesien hat eine bemerkenswerte Jazz-Geschichte. In Tabarka findet seit 1973 das legendäre Tabarka Jazz Festival (link zu wiki) statt. Internationale Größen wie Miles Davis, Kool & The Gang oder Barbara Hendricks haben hier bereits auf der Bühne gestanden.

Nach unserer Ankunft genossen wir den Abend auf der Hotelterrasse und erlebten einen spektakulären Sonnenuntergang. Ganz im Norden des afrikanischen Kontinents gelegen, eröffnet sich hier ein weiter Blick nach Westen. Die untergehende Sonne tauchte den Himmel in ein regelrechtes Rotszenario und schuf eine Atmosphäre, die wir so schnell nicht vergessen werden.

Genau solche Momente waren es, die uns während dieses Famtrips immer wieder begeistert haben. Die Kombination aus beeindruckender Natur, authentischen Begegnungen und bislang wenig bekannten Orten hat uns schnell gezeigt: Diese Region verdient es, entdeckt zu werden. Deshalb haben wir uns entschieden, unser neu entwickeltes Tourkonzept nicht lange in der Schublade liegen zu lassen.

Neues Reisekonzept Nord Tunesien

Bereits im kommenden Herbst wird die erste Nordwest-Tunesien-Reise stattfinden – und wir freuen uns darauf, diese besonderen Eindrücke mit unseren Gästen zu teilen. Wenn dich diese Reise interessiert – trage dich in meinen Newsletter ein um als erste(r) davon zu erfahren.

Finale in Tunis

Ein bisschen hat mich diese Reise an Monopoly erinnert: Gehen Sie wieder zurück auf Los. Das war in meinem Fall die Hauptstadt. Es war eine grandiose Tour.

Ein RIESENGROßES Dankeschön geht an den Agenturchef Khaled Touil, der an, jetzt halt dich fest, !einem Tag von Douz nach Raf Raf gefahren ist, um mich für die diese Tour abzuholen. Dank ihm durfte ich auch noch einen lange nicht besuchten Stadtteil in der Hauptstadt kennenlernen, Belvedere. Trotz der Nähe zum Centre Ville, bin ich länger nicht dort gewesen.

In einem lokal geführten Hotel dort war meine letzte entspannte Nacht. Dank tollen Freunden mit einem Rooftop-Event als als krönender Abschluss.

Dich interessiert mein Hauptstadtreisekonzept und warum es Sinn macht Tunis gemeinsam zu entdecken? Lies gerne meinen Blogartikel dazu.

Wie war dein Mai?

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