Frühling im Elbsandsteingebirge

12. April 2026

Das war der Plan. Mit meiner Schwester in den Frühling fahren, ins Elbsandsteingebirge. Mit einem Campervan von Paul Camper. Wir haben eigentlich nicht lange überlegt, kurz abgewogen, wie die Tour ablaufen sollte, wie weit wir fahren wollten, wieviel Zeit wir haben werden, was wir machen wollten. Zuerst sollte es Polen, die Ostsee werden. Wir beide sind erfahrene AutofahrerInnen, können Distanzen gut einschätzen und waren nicht sicher, ob Polen zu weit war. Im Hintergrund spielte auch die Preisexplosion von Kraftstoff eine Rolle, ob wir da mitgehen wollten, bei 2,50 Euro der Liter Diesel. Das Wetter spielte auch noch ein Faktor. Anfang April kann es noch recht frisch sein, temperaturmäßig. So fiel die Entscheidung zugunsten der Sächsischen Schweiz. Für uns beide eine neue Region, die mich insbesondere anzog, weil es auch eine Zeitreise in die Kreidezeit war. Diese Region ist vor 100 Millionen Jahren entstanden, durch Erdplatten-Verschiebungen, ähnlich wie im Dahargebirge in Tunesien. Das Elbsandsteingebirge ist somit auch noch eine Geosite.

Auf den Spuren von Caspar David Friedich

CDFriedrich, habe ich gelernt, die Abürzung des Namens des Malers, hat viel Zeit im Elbsandsteingebirge verbracht. Die Landschaft hat ihn inspiriert und auf seinen Reisen dorthin hatte er immer den Wunsch sich mit der Natur zu verbinden. Er war stets mit dem Skizzenblock unterwegs, seine Werke zeigen neben der beindruckenden Natur bestehend aus bizarren Felsformationen und Tafelbergen auch spiegeln sie auch das Gefühl von Einsamkeit, Weite. Stille. CDFriedrich ist ist der berühmte Malerweg, den man in unterschiedlichen Etappen laufen kann, gewidmet. Insgesamt ist dieser Wanderweg 112-116 Kilometer lang, haben wir gelernt, je nach Reiseführer. Wir sind tatsächlich nur ein kurzes Stück auf dem Malerweg gewandert und haben auch noch andere, beeindruckende Wege entdeckt, abseits des berühmten Malerweges. Die Namen dieser Wanderwege waren waren Brand und Mord, nur um ein paar Ideen zu geben.

Die Route: Von Berlin in die Sächsische Schweiz

Die Strecke von Berlin in die Sächsische Schweiz ist ideal für einen Roadtrip oder ein auch langes Wochenende, wenn man nicht das Ziel hat den gesamten Malerweg zu gehen. Gestartet sind wir in Berlin mit einem Stop in Dresden über Pirna in eine der beeindruckendsten Naturregionen Deutschlands und ein echter Geheimtipp für alle, die einen Kraftort suchen.
Wir sind tatsächlich auf anderen Wegen gewandert, abseits des Malerweges. Dieser war zu Ostern sehr start besucht.

  • Start: Berlin, über die A 113 auf die A4
  • Zwischenstopp: Dresden (perfekt für Kultur & Cafés)
  • Weiterfahrt über Pirna (Tor zur Sächsischen Schweiz)
  • Ziel: Bastei im Elbsandsteingebirge

Wg. Stau, einem. Unfall und Fahrbahnverengung hat unsere Fahrt nach Dresden 3 Stunden gedauert, also ruhig Zeit einplanen.

Die Bastei: Highlight mit Aussicht

Die Bastei ist einer der bekanntesten Aussichtspunkte Deutschlands. Hoch über der Elbe gelegen, bietet sie einen spektakulären Blick über das Elbsandsteingebirge.

  • Höhe: ca. 305 Meter über der Elbe
  • Highlight: Basteibrücke
  • Beste Zeit: früh morgens oder zum Sonnenuntergang
  • Tipp: Unter der Woche kommen, um Menschenmassen zu vermeiden

Und ja – sie ist beeindruckend. Das fanden auch viele Tages-Touristen: Vor Aussichtspunkten wurden in Highheel-Selfies geknipst und die „Geknipsten“ haben sich in einer Warteschlange an der Brüstung angestellt.

Kraftorte in der Sächsischen Schweiz: Mehr als nur Sehenswürdigkeiten

Die Sächsische Schweiz und das Elbsandsteingebirge ist voller Orte, die sich nicht sofort erschließen: Wo bin ich? Fragt man sich. Was die Region ausmacht:

  • abgelegene Felsformationen, die wie Finger immer wieder aus Wäldern herausragen
  • stille Waldwege
  • Aussichtspunkte abseits der Bastei
  • Nebelmomente am Morgen

Diese Region ist kein klassisches Reiseziel. Sie ist ein Erlebnisraum.

Ein Kraftort entsteht hier nicht durch einen bestimmten Spot – sondern durch die Verbindung aus Natur, Ruhe und Wahrnehmung.

Unser Fazit: Der wahre Kraftort liegt dazwischen

Als wir schließlich an der Bastei standen, hatten wir das Gefühl, das Ziel erreicht zu haben. Und gleichzeitig auch nicht.

Denn die eigentlichen Momente lagen dazwischen:

  • auf dem Weg, durch den Regen des ersten Tages
  • im gemeinsamen Schweigen
  • in den kleinen Abzweigungen, wo wir nicht sicher waren, wie der Weg sein würde
  • Am Flußlauf, dessen Namen wir nicht gespeichert hatten und wo wir unserer Ostersonntagspause gemacht haben

Die Bastei war das Bild. Aber der Kraftort war das Gefühl.

Tipps für deinen Besuch

  • Früh starten (vor 9 Uhr) oder abends kommen
  • Gute Wanderschuhe – Wege können steinig sein
  • Parken: Parkplatz Bastei oder Anreise über Rathen
  • Alternative Spots: Schwedenlöcher, Amselsee
  • Kombination mit Dresden als Städtetrip

***********Fortsetzung in Kürze!

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